Das Video zur Reise nach Sylt könnt ihr hier ansehen.

Jede Woche hebt ein Flieger von Kassel Calden ab ins Urlaubsparadies Sylt. Das Bündnis Kassel Airport stoppen zeigt, dass Ferienspaß auch ohne klimaschädlichen Kurzstreckenflug funktioniert! Sylt ist wirklich ein Urlaubsparadies und eine Reise wert. Das haben nicht nur wir drei Frauen vom Bündnis Kassel-Airport-Stoppen erfahren, sondern auch zwei Mütter, die mit ihren Kindern für unsere Aktionsreise ausgelost wurden. Mit der neuen ICE-L Direktverbindung ging es direkt nach Westerland.

Besonders gefreut hat uns zu sehen, mit wieviel Spaß die Kinder in der Nordsee geschwommen, untergetaucht, in die Wellen hineingesprungen sind, sich mitreißen und treiben ließen. Handstand im Wasser, aufgelöste Haare, Ball spielen am Strand und Sand soweit das Auge reicht! Die Jugendherberge, in der wir untergebracht waren, lag direkt hinter den Dünen in Rantum und bot ein vielfältiges Angebot von Tischtennis bis Surfen.

“Ich habe meiner Mutter versprochen, sie einmal nach Sylt zu bringen, nachdem ich hier selbst schon einmal mit meiner Schulklasse war. Dieses Versprechen habe ich jetzt eingelöst” – so eine Jugendliche die mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern die Reise gewonnen hatte, und sich für den Kassel Airport einen nachhaltigen Solar und Windkraftpark wünscht. Sie fand es besonders schön ihre Mutter mal so richtig entspannt zu erleben, was im Alltag zuhause oft zu kurz kommt. 

Während die Familien Sonne, Meer und Strand genossen, besuchte unser Bündnis auch den Privatflughafen (General Aviation Terminal) und bekam dort die Auskunft, dass in der Hochsaison etwa 30 private Starts und Landungen am Tag abgewickelt werden. Flüge die höchst klimaschädlich sind und auch das Ferienparadies Sylt bedrohen.

Im Zug nach Westerland kamen wir mit vielen Fahrgästen über diese Problematik ins Gespräch. Viele reisen schon seit Jahrzehnten mit der Bahn und würden nie mehr in einen Flieger steigen. Sich selbst klimafreundlich zu entscheiden ist das eine, aber viele wünschen sich mehr Engagement von der Politik für eine faire und klimafreundliche Mobilität. Denn während der Flugverkehr weiter gefördert wird (z.B. die Steuerfreihet für Flugbenzin) wird bei der Bahn seit Jahrzehnten an der falschen Stelle gespart. Dies zeigte sich auch bei unserer Rückreise: Es kam zu einem Zugausfall, Verspätungen und Schienenersatzverkehr. 

Unsere Message ist klar: Kein Steuergeld für Privatflüge, keine Subventionen in klimaschädliche Infrastruktur und Steuergeschenke für den Flugverkehr. Stattdessen: Ausbau und die Sanierung des Schienennetzes, damit alle stressfrei reisen können und wir die Klimakrise nicht weiter befeuern! 

Gemeinsam mit Stay grounded fordern wir außerdem:

  1. Privatjets verbieten
  2. Viefliegerrabatte streichen
  3. Und den Flugverkehr fair besteuern

Denn nur wenn klimaschädliches Verhalten endlich nicht weiter begünstigt sondern fair sanktioniert wird, können wir auch ein Ferienparadies wie Sylt langfristig erhalten.

Ein Video über die Nachnutzungsideen für Kassel Airport findest du hier.

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