Wir überreichen Dem OB Schöller die Petitionsunterschriften

Kassel Calden. Am Dienstag, den 5.5.2026 lädt die HNA zum Leserteff im Terminalgebäude des Kassel Airport ein. Zu diesem Anlass überreicht das „Bündnis Kassel Airport Stoppen“ dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates OB Schöller die Unterschriften der Petition „Keine Steuergelder für Luxusflüge am Kassel Airport!“ und fordert ein Bürger:innenforum.

Das Bündnis kritisiert die jahrelange Subventionierung des Flughafens mit Steuergeldern angesichts leerer Kassen. Im Oktober letzten Jahres hatte das Bündnis eine Petition gestartet mit der Forderung, die Subventionierung des Privatflughafens zu beenden.

„Über 20 Millionen € Subventionen pro Jahr entsprechen einer Geldverbrennung von 30.000 € pro Tag!“, rechnete Gabriel Herr vom Bündnis vor. Während Bürgerinnen und Bürger ein Ende der millionenschweren Subventionen für den Kassel Airport fordern, spitzt sich die finanzielle Lage der Stadt Kassel und des Landkreises weiter zu.

Der OB Schöller hatte schon vor seinem Amtsanrtritt den Flughafen kritisiert und sagte damals: „Insgesamt ist eine Subventionierung privater Urlaubsreisen weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll und auch nicht sozial gerecht.“ In 2024 forderte er die Abtrennung des Gewerbegebietes und ein eigenständiges Wirtschaften des Flughafens. Das Bündnis nimmt den OB beim Wort und fordert eine Veräußerung der Anteile der Stadt Kassel, so wie es die Gemeinde Calden schon einmal vorgemacht hat: sie konnte ihre Anteile (und somit die Schuldenübernahme) zu 50% reduzieren.

„Es wäre verantwortungslos, weiter Millionen an Steuergeldern in ein Projekt zu stecken, das seine Versprechen nie eingelöst hat.“, kritisiert Katja Ferger vom BUND. Vor dem Flughafen-Neubau 2013 war von bis zu einer Million erwarteten Passagieren die Rede. Tatsächlich lag der Höchstwert bei 130.000, während 2025 nur noch rund 30.000 Passagiere den Flughafen nutzten

„Von „wirtschaftlicher Bedeutung“ zu sprechen, ist angesichts sinkender Passagierzahlen, einem stark ausgedünnten Sommerflugplan und steigender Subventionen blanker Selbstbetrug.“, findet Jona Königes. Der volkswirtschaftliche Nutzen wurde mit dem Gutachten „Schwarzbuch Kassel Airport“ hinreichend widerlegt: Der Airport bringt mehr Schaden als Nutzen und ist ein Verlustgeschäft auf Kosten der Allgemeinheit.

Dies hat auch der Aufsichtsrat erkannt, wie hinter verschlossenen Türen von einzelnen Mitgliedern bestätigt wird. Lediglich Privatjets und andere Privatflieger nutzen den hochsubventionierten Flughafen. Das zivilgesellschaftliche Bündnis „Kassel Airport Stoppen“ fordert daher einen ergebnisoffenen, demokratischen Prozess in der Form eines Bürger:innenforums für die Nachnutzung des Geländes – gemeinsam mit Politik, Zivilgesellschaft, Expert:innen und der lokalen Bevölkerung.

Die Bürger:innen der Region haben ein Recht darauf, über die Zukunft des Geländes mitzubestimmen. Das Bündnis warnt davor, dass nun im Stillen über neue Nutzungen entschieden wird, ohne die Öffentlichkeit einzubinden. „Nach so vielen Jahren der Steuerverschwendung, ist es an der Zeit, die Bevölkerung einzubeziehen, statt weiter über unsere Köpfe hinweg zu entscheiden. Jetzt ist der politische Wille für einen ergebnisoffenen Dialog gefragt!“, so Dagmar Embshoff vom Bündnis.

Übergabe der Petitionsunterschriften an den OB Schöller erfolgt am Dienstag, den 5.5. um 18:10 Uhr vor dem Flughafen Terminal.


Kommentare

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Kassel Airport stoppen!

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen